Science College ausgezeichnet

"Ort des Fortschritts" ebnet Zukunftswege
Von Dorothée Schenk [03.02.2016, 10.28 Uhr]

NRW-Minister Garellt Duin persönlich überbrachte die Plakette, die das Science College am Haus Overbach in Jülich-Barmen als „Ort des Fortschritts“ auszeichnet. Mehr als 12.000 Jugendliche haben laut Rushed Nawab das Angebot in den vergangenen sieben Jahren diesen außerschulischen Lernort genutzt. „Hier lernt der Nachwuchs gern auch in den Ferien“, betonte der Bildungsmanager der Einrichtung.

Pater Költriger und Heinz Lingen flankieren für die Salesianer die Preisübergabe von Minister Duin (2.v.l.) an Rushed Nawab. Vorgeschlagen wurde das Science College durch IHK-Geschäftsführer Michael Bayer (2.v.r.)

Pater Költriger und Heinz Lingen flankieren für die Salesianer die Preisübergabe von Minister Duin (2.v.l.) an Rushed Nawab. Vorgeschlagen wurde das Science College durch IHK-Geschäftsführer Michael Bayer (2.v.r.)

Geglückt sei dies durch das große Engagement von Orden und Bildungspartnern, von denen diesem Ehrungstag 30 ihre Angebote in einer Mitmach-Ausstellung präsentierten. Einer der Partner ist auch die Industrie- und Handelskammer, die das Science College mit seinem Projekt „Let`s do Science“ als Auszuzeichnenden vorschlug. Deren Hauptgeschäftsführer Michael Bayer war überzeugt, dass die Barmener Nachwuchsschmied „von Anfang an ein heißer Kandidat für den Preis“ war. Hier würden Brücken gebaut und er selbst sei schon Zeuge für Gespräch auf Augenhöhe zwischen den Jugendlichen untereinander und auch gegenüber den Kursleitern gewesen. In Zeiten der Herausforderung würde hier dem Fachkräftemangel entgegen gewirkt.

Frisch vom 3. Fortschrittskongress in Düsseldorf „flog“ Minister Duin ein und erklärte: „Das Science College hat eine große Aufgabe, Jugendliche durch beste Lern- und Berufschancen auf morgen vorzubereiten, zukunftsfähig und wirtschaftsfähig zu machen.“ Denn Fortschritt meine nicht nur technologischen Fortschritt, sondern auch die Frage, der beim 6. Schülersymposium in Overbach Mitte Februar nachgegangen würden: „Auf der Suche nach dem globalen Kompass – Welches Koordinatensystem kann uns auf dem Weg in die Zukunft leiten?“ Das sei eine Fragen, die auch die Politik mehr beschäftigen müsste.

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Große Anteilnahme aus den umliegenden Städten und Gemeinden, die ihre ersten "Bürger" zur Preisverleihung entsandten.

Große Anteilnahme aus den umliegenden Städten und Gemeinden, die ihre ersten "Bürger" zur Preisverleihung entsandten.

Das Science College ist bereits der zweite "Ort des Fortschritts" im Stadtgebiet Jülich. Das Zentrum für Luft- und Raumfahrttechnik trägt diesen Titel bereits. "In dieser Reihe kann man sich wohl fühlen und groß fühlen", meinte schmunzelnd Garellt Duin, betonte aber, dass es keineswegs eine beliebige und leicht zu erringende Ehrung sei. Die Jury entscheide, ob am "Ort" zum Fortschritt beigetragen werde und die Initiative dauerhaft wirksam sei.

„Mit der Auszeichnung ist kein Geldsegen verbunden“, meinte der Minister für Wirtschaft, Energie, Industrie, Mittelstand und Handwerk fast bedauernd, aber eine „Steigerung der Sichtbarkeit der Einrichtungen“. Die Freude über die Auszeichnung war dennoch ungetrübt. „Sie spornt uns an“, sagte Rushed Nawab mit Blick in die Zukunft.

In die Zukunft blickte der pädagogische Geschäftsführer des Trägers, der Oblaten des Hl. Franz von Sales, Heinz Lingen und eröffnete damit auch den "Jahresempfang". Von ihm ging die Forderung an die Politik und Institutionen zur Unterstützung des "ausgezeichneten Ortes" aus: "Wir brauchen Stiftungen, die unsere Projekte fördern, Politiker, die uns unterstützen, Akteure, die gestalten."

Seit 2011 hat die NRW-Landesregierung 38 "Orte des Fortschritts" ausgezeichnet – dazu gehören renommierte Forschungseinrichtungen wie das Wuppertal Institut oder das Kulturwissenschaftliche Institut in Essen ebenso wie beispielsweise die Weidmüller Akademie in Detmold oder InnovationCity Ruhr in Bottrop. Mit der Auszeichnung will die Landesregierung qualitativen Fortschritt "made in NRW" sichtbar machen. Sie soll Anerkennung und Ansporn sein sowie eine Vernetzung der Initiativen und Projekte in Nordrhein-Westfalen erleichtern. 2015 wurde der Wettbewerb erneut gestartet. Von Anfang Januar bis Mitte Februar 2015 konnten sich Institutionen aus ganz NRW um die Auszeichnung bewerben. 144 Vorschläge gingen bei der unabhängigen Fachjury ein und wurden von den Expertinnen und Experten aus Wissenschaft und Gesellschaft gesichtet. 31 neue „Orte des Fortschritts“ wurden ausgewählt.


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